Berlin. Führende deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten auch in diesem Jahr kaum Wachstum in Deutschland. Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) rechnet mit einer Stagnation des Bruttoinlandsprodukts (BIP), wie die am Donnerstag veröffentlichte Konjunkturprognose zeigt. Damit bestätigen sie ihre Prognose vom Dezember.
Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hat die eigene Prognose hingegen noch nach unten korrigiert. Anstatt eines Wachstums von 0,4 Prozent erwarten die Hallenser dieses Jahr nur noch ein Plus von 0,1 Prozent.
Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) Essen prognostiziert für 2025 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1 Prozent. Im Dezember lag die Prognose noch bei 0,6 Prozent. „Die deutsche Wirtschaft steht weiterhin unter hohem Druck durch Exportkrise, politische Unsicherheiten und strukturelle Schwächen, die Investitionen und Konsum bremsen“, sagt RWI-Konjunkturchef Thorsten Schmidt.
Das IWH sieht als Grund für die anhaltende Konjunkturschwäche, dass die strukturellen Probleme des Standorts wie der Arbeitskräftemangel und die Schwäche der Industrie immer stärker durchschlagen.